Der Eisenbahnpark

#Der Eisenbahnpark

 

Einen Eisenbahnpark in Aßling bauen, war das große Ziel bei der Gründung des Dampfbahnclubs Aßling. Bei der Grundstückssuche gab es keine Schwierigkeiten.  Zahlreiche Landwirte wären bereit gewesen, den nötigen Grund an uns zu verpachten. Nur das jeweilige Grundstück lag am falschen Ort. Die Einsprüche der Genehmigungsbehörden waren:  zu nahe an der Wohnbebauung, zu weit weg von der Wohnbebauung,  zu nahe an Landschaftsschutzgebieten, zu nahe an der Attel und zu weit weg der Ortschaft allgemein. Nach vielen Jahren Suche konnten wir neben Bürgermeister Hans Kastenmüller auch  Landrat Gottlieb Fauth für unser Vorhaben begeistern. Nachdem wir den richtigen Standort gefunden hatten,  konnte mit konkreten Planungen begonnen werden.

Nach vielen bürokratischen Hürden war es Anfang 2002  soweit, Am 18. Mai kam es am Grundstück am Mitterweg in Aßling zum ersten Spatenstich durch den Vorstand Karl-Heinz Donauer, Bürgermeister Hans Kastenmüller und Landrat Gottlieb Fauth.

Landrat Gottlieb Fauth,         1. Vorstand Karl Heinz Donauer und Bürgermeister Hans Kastenmüller beim 1. Spatenstich.

 

2. Vorstand Jochen Börschig, Schriftführer HelmutPeetz, Landrat Gottlieb Fauth,            1. Vorstand Karl Heinz Donauer , Kassiererin Rosemarie Peetz, Bürgermeister Hans Kastenmüller und Planfertiger Georg Rieder beim Erläutern der Baupläne

Die Bauarbeiten

Unter Leitung von 2. Vorstand Jochen Börschig und  Gerhard Hanslmeier wurde nun Landschaftsbau und der Bau des Bahnhofes  „Aßling Südbahnhof“ durchgeführt. Zahlreiche Mitglieder des DBCA verbrachten  nun die nächsten Jahre  einen Großteil ihrer Freizeit als „Bahnarbeiter“. 

 

Bereits im Mai 2002 war der Keller gegossen. Die Fa. Hafner-Beton und die Fa. Schalungsbau Obermaier kamen uns bei Service und Preis sehr entgegen.

 

Da es sich bei dem  ca. 3500 qm großen Grundstück um „Flachland“ handelte, und die Planungen ein Biotop, einen Tunnel und zwei Brücken vorsah, standen umfangreiche Erdbewegungen auf dem Programm.  Die Vereinsmitglieder nahmen sich vor, alle Arbeiten ausschließlich selbst durchzuführen.

Die Arbeiten beschränkten sich natürlich nur auf die Samstage, was die relativ lange Bauzeit begründete.

Da es schwierig gewesen wäre, an jedem geeignete Samstag einen großen Kettenbagger zu bekommen, sowie den jeweilige Transport für einen Tag und dazu den Zeitaufwand zu bewältigen, löste 2. Vorstand Jochen Börschig das Probem auf seine Weise:  Er kaufte sich privat einen Kettenbagger, der dann während der gesamten Bauzeit zur Verfügung stand.  Danach verkaufte er das Gerät wieder.  Ohne diesen Bagger hätten sich die Bauarbeiten unendlich verzögert.

Jochen Börschig, der Landschaftsgärtner ist, organisierte alle Erdarbeiten, bei denen auch weitere Bagger und Radlader eingesetzt waren. 

Da es sich bei unserem Grundstück ursprünglich um “Flachland” handelte waren erst einmal umfangreiche Erdarbeiten notwendig

Tunnelbau


Der Bahnhof kommt

Ab 2005 konnten unsere selbst gebauten Gleise verlegt und verschweißt werden.  Durch die Vierspurgleise waren die Schweißarbeiten sehr umfangreich.   Tausende Schweißnähte waren erforderlich.

Am 25. November 2006    wurde der “Lückenschluss”  mit dem letzten Schweißpunkt und einem goldenen Schwellennagel gefeiert.  Bei dem Schwellennagel handelte es sich um einen Original-Schwellennagel der Deutschen Reichsbahn. 2. Vorstand Jochen Börschig “setzt” den Nagel.

Die Gleisarbeiter:  v.l.  Simon Gutzeit, Andreas Wagner, Horst Gutmann, Helmut Peetz, Bürgermeister Werner Lampl, Hans Stanzel, Sepp Gassner, 1. Vorstand Karl-Heinz Donauer, Georg Rieder, Willi Röder und Jakob Greithanner.

20.06.2009:

Unser Eisenbahnpark ist eröffnet.

 

Am Samstag, 20.06 und Sonntag 21.06 2009  konnte unser Verein den in vielen Jahren gebauten Eisenbahnpark  feierlich eröffnen. Zur offiziellen Eröffnung am Samstag kamen viele geladene Ehrengäste und feierten mit dem DBCA das Ereignis gebührend.

Vorstand Karl-Heinz Donauer bedankte sich in seiner Festansprache bei allen Firmeninhabern und Eisenbahnfreunden,  die meist mit Sachspenden dazu beigetragen hatten, dass diese schöne Anlage  so kostengünstig  gebaut werden konnte.  Besonderen Dank zollte er den Mitgliedern des DBCA, die unermüdlich über Jahre hinweg ausdauernd an dem kleinen Paradies für Kinder gearbeitet hatten. 

Der stellvertretende Landrat Gerd Gietl würdigte den Eisenbahnpark als eine Freizeiteinrichtung mit viel Bedeutung nicht nur für Aßling und den Landkreis Ebersberg sondern auch weit darüber hinaus.  Er forderte die Besucher auf, einmal bewusst mit offenen Augen durch den Park zu gehen. Er sagte: „Sie werden feststellen, dass hier nicht nur Handwerker, sonder zum Teil Künstler am Werk waren“.

Bürgermeister Werner Lampl bedankte sich bei den Mitgliedern des DBCA für diese gelungene Freizeiteinrichtung für Aßling.  Er konnte den Eisenbahnern an diesem Tag einen sehr langfristigen Pachtvertrag für das  Grundstück  in Aussicht stellen.

Direkt am Bahnsteig weihte der Aßlinger Pfarrer Ederer dann die Anlage, bevor er sich selbst auf einen Zug setzte und von dort aus den Park  genau in Augenschein nehmen konnte.

Unter viel Beifall fuhr als Erster der Zug, mit dem die Aßlinger Eisenbahngeschichte begann: dem Anger-Express.

Nach der Weihe am Samstag und am Sonntag brachten dann die Eisenbahnfreunde alles fahrbare Material aufs Gleis was vorhanden war.  Mit Kindern und deren Eltern voll besetzte Dampf- und Elektrozüge fuhren tatsächlich im Minutentakt vom Bahnhof Aßling Süd ab.  

Der Andrang  und das Lob der Besucher lässt hoffen, dass der Eisenbahnpark lange ein beliebter Anlaufpunkt für Eisenbahnfreunde sein wird, so Vorstand Karl-Heinz Donauer.

 

1. Vorstand Karl Heinz Donauer,  stellv. Landrat Gerd Gietl (r.o.) und Bürgermeister Werner Lampl am Rednerpult im Festzelt

Herr Pfarrer Konrad Ederer weiht den Aßlinger Eisenbahnpark feierlich

Südafrikanische Schnellzuglok  2D2 von Karl Donauer.  Die Lok, mit der alles begann,  fuhr nach der Weihe die Ehrenrunde. Anschließend fuhr Herr Pfarrer Ederer mit einem Sonderzug der Bockerlbahner durch den Park..

Karl Heinz Donauer erklärt dem stellv. Landrat des Landkreises Ebersberg,  Gerd Gietl den Park

 

Viele Fahrgäste  nach der Einweihung auf den Bahnsteigen

                                 Hochbetrieb auf allen 5 Bahnhofsgleisen auch am Sonntag. 

Fotos: Peetz

Kein Stillstand in der Entwicklung des Parks

Nach der Eröffnung des Parks haben sich die Mitglieder des DBCA auf die Fahnen geschrieben, dass die Anlage auch weiterhin verbessert oder ausgebaut wird.  Es soll kein jahrelanger “Standartbetrieb”  auf jetzigem Stand werden.

Das damalige Versprechen wurde eingehalten und weit übertroffen.  Gleis 5, das Abstellgleis wurde verlängert, weitere Weichen und eine Hebebühne für das Abladen der Züge wurden eingebaut. Eine Telefon-Freileitung zu unserem Signal-Fernsprechhäuschen wurde installiert.  Betrieben wird das ganze durch Original Zugmelde-Telefone, genannt “Kurbeltelefone”. Im Bahnhof wird derzeit das Stellwerk umgebaut.  10 Original DB Signal-und Weichenhebel werden eingebaut und angeschlossen.  Das Stellwerk wird nach Fertigstellung  Museumscharakter haben.

Noch vor dem Saisonstart konnten wir im Eisenbahnpark unsere Freileitung fertigstellen.  Vom Stellwerk aus führt sie über den Berg zum Fernsprechhäuschen.  Das Original-Fernsprechhäuschen stammt von der Bahnstrecke München-Rosenheim.  Mit zwei alten Kurbeltelefonen, die bei der Bahn als Zugmeldetelefon eingesetzt waren,  können wir zwischen unserem Stellwerk und dem “Signalfernsprecher”  Verbindung herstellen.

2013: Der Eisenbahnpark wird vergrößert

Beim  Bau eines neuen Spielplatzes des Vereins für Kinder, Jugendlichen und Familie und der Gemeinde Aßling am Mitterweg, direkt neben dem Eisenbahnpark, hat sich ergeben, dass der Eisenbahnpark um ca. 1200 qm vergrößert werden kann. In der Mitgliederversammlung sprachen sich alle für die Vergrößerung aus. Im Juni 2013 wurde mit den Arbeiten begonnen.

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